Donnerstag, 7. September 2017

Mythos 7: In der Woche vor dem Wettkampf sollst du ruhen

Das Training in den letzten Monaten war anstrengend und nun darfst du endlich deinen lang ersehnten Wettkampf laufen. Und wie man weiß, solltest du am wichtigsten Tag im Läuferjahr topfit sein. Deshalb heißt es in den letzten Tagen: Beine hoch lagern, saunieren, massieren und sich nur nicht unnötig belasten. Sind wir so am besten vorbereitet?

Viele Läufer betreiben in den letzten Tagen vor wichtigen Wettkämpfen eine regelrechte Zeremonie mit ihrer Vorbereitung: sie achten besonders auf die Muskelhygiene, vollziehen eine spezielle Ernährungsweise und praktizieren ein bewährtes Tapering. Alles ist auf die Regeneration gerichtet!

Ja! Am Wettkampftag darfst du keine schweren Beine haben

Klar ist, dass du in einem ermüdeten Zustand nie deine volle Leistung bringen kannst. Stell dir nur vor, du hast eine Nacht durchgemacht und dann musst du einen Wettkampf laufen. Wird sich da eine Bestzeit ausgehen? Oder eher, wenn du ausgeschlafen und fit an den Start gehst. Eh! Beim großen Wettkampf solltest du alles dafür tun, damit du bestmöglich vorbereitet an den Start gehst.

Nein! Das Laufgefühl brauchst du bis zum Start

Du hast bisher regelmäßig und mehrmals die Woche trainiert, dann kommt der wichtigste Tag und du unterbrichst diesen Rhythmus auf einmal? Wir sind Gewohnheitstiere und das weiß unser Körper. Es kann sogar passieren, dass dir in der letzten Woche das Laufgefühl dermaßen verloren geht, dass sich die ersten Laufschritte sehr schwerfällig anfühlen. Wir brauchen dazu eine gewisse Muskelspannung, damit wir kampfbereit sind. Fehlt dieser Tonus, fällt das Laufen schwerer.

Es kommt drauf an!

Es ist gut und wichtig, dass man das Training in den letzten beiden Trainingswochen etwas reduziert, aber dennoch immer etwas im Laufen bleibt. Vor allem in der letzten Woche sollte kein allzu großer Umfang, und schon gar kein intensives Training gemacht werden.
Jeder Läufer braucht aber andere Vorbereitung – physisch als auch psychisch. Um das Laufgefühl zu behalten, sind ein paar kurze Läufe ausreichend. Das Läufergewissen ist manchmal aber nur beruhigt, wenn am Tag vor dem großen Wettkampf noch einmal gelaufen wird. Ob nun der letzte Lauf einen, zwei oder sogar drei Tage vor dem Wettkampf am Plan stehen soll, das sollte jeder selbst rausfinden.

Meine Meinung

Für eine perfekte Wettkampfvorbereitung gibt es kein einheitliches Rezept! Reduzieren ja, aber um wie viel, das ist sehr individuell. Wie das aussieht, das kannst du bereits in den Monaten davor bei diversen Trainingswettkämpfen ausprobieren. Da hast du die Möglichkeit, dich kennenzulernen und Fehler zu machen, damit am wichtigsten Tag nichts schief geht.

Der September wird interessant – jeden Tag versuche ich, einen Mythos zu zerstören! Möchtest du morgen schon den nächsten Bericht gleich per Mail erhalten, dann hinterlasse mir deine Mailadresse und du bleibst am Laufenden!


  
Tipp des Tages
Das lustige, nicht immer ganz ernst zu nehmende Laufbuch, mit dem besten Titel für ein Laufbuch überhaupt und ein Muss für alle Läufer!

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