Sonntag, 1. Mai 2016

Wer schnell laufen möchte, muss schnell laufen können!

Einer meiner Lieblingssprüche ist „wenn du schnell laufen möchtest, dann musst du schnell laufen“ – bekannt und klar, oder? Durch langsames Laufen läufst du zwar weit, doch selten schnell und du wirst dadurch auch nicht schnell. Das langsame Laufen macht dich zum Schlurfer und nicht zum Läufer. Ran ans Tempo!

Einfach nur schnell laufen ist aber nicht genug, denn man muss auch lernen, wie das schnelle Laufen auch funktioniert. Wenn du zu lange (zu) langsam gelaufen bist, dann wirst du dich schwertun, aus deinem trägen Laufschritt einen kräftigen zu machen. Die meisten schlurfen dann weiterhin, nur einfach etwas schneller!

Schnelles Laufen verbessert die Lauftechnik 

Wenn wir gute Läufer ansehen, dann bekommt man das Gefühl, dass sie schweben, dass ihre Beine den Boden gar nicht berühren. Wieso sieht es bei den guten Läufern so elegant und leichtfüßig an, und bei mir eher plump und schwerfällig? Ganz einfach: sie laufen dementsprechend schneller. Denn ein hohes Tempo ist nur mit einer guten Lauftechnik möglich.

https://shop.spreadshirt.at/runtasia/Bedenke aber, dass fürs schnelle Laufen zwar eine gute Lauftechnik nötig ist, jedoch heißt es nicht, dass man mit einer guten Lauftechnik auch zwingend schnell laufen kann. Dazu gehört noch viel mehr, vor allem Training! Es ist aber eine der wichtigsten Voraussetzungen, um überhaupt schnell laufen zu können!

Mein Tipp:
Arbeite an deiner Lauftechnik und bringe deinem Körper ein ökonomisches Bewegungsmuster bei, bei dem du dich nicht bremst und die eingesetzte Energie nach vorne gerichtet ist. Mit dieser Technik kannst du dann auch schnell laufen! Zu Beginn vielleicht nur wenige Meter, langfristig aber immer weiter!
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Schnelles Laufen stärkt die Muskulatur 

Wenn du langsam läufst, dann brauchst du teilweise eine andere Muskulatur und die arbeitet beim Laufen auch noch anders. Zum Beispiel setzt du den Fuß beim schnellen Laufen aktiv mit der Laufrichtung auf, beim Langsamlaufen passiert das passiv gegen die Laufrichtung. Große Belastungen auf die Gelenke und den gesamten Bewegungsapparat entstehen, und die Muskulatur ist dennoch nicht wirklich gefordert!

Mein Tipp: 
Schnelles Laufen mit der richtigen Lauftechnik stärkt vor allem die hintere Beinmuskulatur (Waden, Beinbeuger, Gesäß). Erst wenn diese Muskulatur ausreichend aktiviert wird, ist ein schnelles Laufen auf längere Distanzen auch möglich. Auch hier gilt: beginne mit kurzen Intervallen und steigere dich langsam auf längere!

Schnelles Laufen erhöht Körperspannung 

Nur ein stabiler Körper kann die Kraft beim Laufen übertragen. Wenn du den Rumpf nicht stabilisieren kannst, dann geht dort Energie verloren, die eigentlich für die Vorwärtsbewegung gedacht wäre. Langsames Laufen braucht hingegen keinen so stabilen Körper, da wir viel mehr Möglichkeiten haben, um auszuweichen und zu kompensieren!

Mein Tipp: 
Je langsamer wir laufen, desto weniger brauchen wir die Körperspannung und umgekehrt!
Wenn du kurze, schnell Intervalle machst, schaffst du’s spielend, sowohl die Lauftechnik als auch die Körperspannung aufrechtzuerhalten. Wenn du das einmal gelernt hast, wirst du dich jedes Mal unwohl fühlen, wenn du in deinen „alten“ Laufstil fällst.

Schnelles Laufen erfordert aber gewissen Voraussetzungen 

  • Beweglichkeit
    Schnelles Laufen erfordert einen deutlich höheren Bewegungsumfang wie das langsame Laufen! Wenn du noch nie schnell gelaufen bist oder nur „submaximale Intervalle“ gemacht hast, dann besteht die Gefahr, dass du dir einen Muskel zerrst. Besonders anfällig dazu sind die gesamte Oberschenkelrückseite und der Hüftbeuger. Sobald du mit dem Tempotraining beschäftigst, musst du dir auch Gedanken über das Minimalprogramm zum Dehnen machen! 
  • Kraft
    Es stimmt zwar, dass du mit dem schnellen Laufen auch die laufspezifische Muskulatur trainierst, ein zusätzliches Krafttraining wird dir dennoch nicht erspart bleiben! Mit einem ordentlichen Krafttraining (kurz und knackig) für die Beine und Rumpf wirst du dich deutlich schneller entwickeln und dich nebenbei auch weniger verletzen.
  • Laufschuhe
    Langsames Laufen erfordert das richtige Laufwerkzeug, das dämpft, stützt und führt! Da der Fuß eher passiv am Boden aufkommt, muss der Laufschuh viel unterstützen und puffern. Derartige Schuhe unterstützen jedoch einen schlechten Laufstil und sind deshalb auch nicht optimal für unser Vorhaben. Sobald du schneller läufst, brauchst du leichtere Schuhe, mit denen deine eigene Muskulatur aktiviert und trainiert wird. 

Auch wenn das schnelle Laufen so wichtig ist, um schneller zu werden, es ist nicht das einzige Training, das dich schneller werden lässt. Zu viel davon kann sich auch wieder negativ auswirken, da das Verletzungsrisiko größer wird! Denn auch das langsame Laufen hat fürs schnelle Laufen eine große Bedeutung und darf nicht vernachlässigt werden. Wieso, das möchte ich im nächsten Bericht beschreiben! Interessiert? Dann hinterlasse mir deine Mailadresse und du bekommst den Bericht gleich nach Veröffentlichung zugesandt!


Tipp der Woche: 

Meiner Meinung nach der beste Ratgeber, wenn du dir deinen eigenen Trainingsplan erstellen möchtest! Durchdacht, begründet, und verständlich!
Run Faster from the 5K to the Marathon: How to Be Your Own Best Coach

2 Kommentare:

  1. jaja! feels like running, looks like walking! hab den beweis gerade auf video gesehen!

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  2. Ich weiß, dass ich in Intervallen laufen sollte, aber aktuell möchte ich einfach nur durchhalten.

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