Runtasia Infokanal: Es gehört ja viel mehr Eiscreme gegessen!

Sonntag, 22. April 2018

Es gehört ja viel mehr Eiscreme gegessen!

Wir trainierenden Läufer sollten uns natürlich sehr bewusst ernähren. Vor allem brauchen wir nach dem Training die nötigen Nährstoffe, um uns schnell wieder davon zu erholen. Regenerationsessen nennt man das! Du kannst dir einen Recovery-Drink machen, oder aber auch zu einer normalen Mahlzeit greifen. Zu einem Eis zum Beispiel?

Viele laufen ja nur, damit sie sich beim Essen nicht allzu sehr zurückhalten müssen. Manche laufen, um sich manchmal etwas ohne schlechten Gewissen zu gönnen und andere müssen einfach viel essen, weil sie so viel laufen. Die meisten von uns müssen sich jedenfalls sehr bewusst entscheiden, bei welchen Mahlzeiten man sündigt. Diesmal gebe ich dir einen Freibrief fürs Eisessen!

Welche Voraussetzungen muss ein Regenerationsessen erfüllen?

Der Hauptteil der Energie soll aus schnellen Kohlenhydraten kommen. Zusätzlich soll ein kleiner Anteil auch an Proteinen dabei sein. Ideal wäre ein Verhältnis Kohlenhydrat zu Eiweiß mit ungefähr 4:1. Mit dieser Kombination ist das Auffüllen der Glykogenspeicher deutlich schneller als mit der Zufuhr von ausschließlich Kohlenhydraten.

Eine mittlere Portion cremiges Eis enthält ungefähr 25 Gramm Kohlenhydrate und 5 Gramm Eiweiß – beinahe ideal für ein Regenerationsessen. Außerdem erfrischt es und liefert zumindest etwas Flüssigkeit. Dazu kommt auch noch der Genuss, etwas Kühles nach einem anstrengenden Lauf, vielleicht sogar noch in der Hitze, zu schlecken. Schon während des Laufens wird die Speichelproduktion angeregt und die Vorfreude auf die kühle Belohnung lässt dich noch schneller in den Läufer-Flow kommen.

Aber das cremige Eis hat meist auch viel Fett!

Das cremige Eis wird nicht nur durch die Milch so cremig, sondern weil auch viel Fett drinnen ist. In der oben erwähnten Portionsgröße etwa 12 Gramm Fett. Das ist für unsere Regenerationsmahlzeit vielleicht nicht ganz optimal, aber diesen Kompromiss muss man einfach eingehen. Den relativen Fettanteil kann man aber etwas senken, indem man ein paar Hohlhippen zum Eis dazu isst. Damit wird lediglich der Kohlenhydratanteil noch einmal etwas angehoben, was ja auch erwünscht ist.

Eine Lobeshymne auf das cremige Eis!

Aber Vorsicht! Nur das cremige Eis vom Italiener ist ideal für die Regeneration. Nicht jedoch ein Wassereis wie zum Beispiel ein Jolly oder ein Twini. Die haben zwar deutlich weniger Fett, aber auch kein Eiweiß. Außerdem schmeckt es bei weitem nicht so gut wie das Cremeeis! Wenn schon ein Eis, dann soll es auch schmecken!

Leute, esst mehr Eiscreme!

Gründe, wieso du nach dem Training ein Eis essen sollst:
  1. weil’s schmeckt
  2. weil du es dir nach dem Lauf energetisch verdient hast
  3. weil’s leicht verfügbar ist und unmittelbar nach dem Training verzehrt werden kann
  4. weil’s erfrischt
  5. weil du dir damit deine Glykogenspeicher schneller auffüllst
  6. und hab ich’s schon erwähnt, weil’s schmeckt?

Voraussetzung für den Freibrief Eisessen

Wie bei jedem gezielten Regenerationsessen, ist das Training davor ausschlaggebend, ob du überhaupt etwas essen musst bzw. wie viel nötig ist, um die erste Auffüllung in Gang zu setzen. Nach einem gemütlichen Spazierlauf wird es nicht nötig und sinnvoll sein, sich mit Unmengen an Zucker vollzustopfen. Kommst du aber nach einem Long Jog nach Hause, dann ist es besonders wichtig, dass du dem Körper sofort die nötigen Nährstoffe fürs Aufladen zur Verfügung stellst.

Für die richtige Portion Eis bedeutet das:
  • läufst du kurz, gibt es kein Eis
  • läufst du schnell oder etwas weiter, dann gibt es ein kleines Eis
  • läufst du weit oder powerst du dich vollkommen aus, dann gibt es ein großes Eis

Ich habe für diesen Bericht natürlich keine Strapazen gescheut und hab mich für dich durch die Eissalons in Wien durchgekostet. Was macht man nicht alles für die Wissenschaft. Meine Auswahl schließt leider viele viele andere Eissalons aus. Da ich selbst doch nicht so viel laufe, wie es in Wien Eissalons gibt, musste ich mich auf diese wenigen beschränken, die es jedoch wert sind, mindestens einmal in der Saison aufzusuchen:

Die 3 Eisheiligen

  • Paolo Bortolotti
    Der Italienische Bortolotti-Clan regiert schon seit Jahrzehnten die Eis-Scene auf der Mariahilfer Straße
  • Zanoni & Zanoni
    Vom Stephansdom kommend, schafft es wohl niemand, an ihm ohne ein Eis vorbeizukommen
  • Tichy
    Die bekannten Eis-Marillenknödel werden offensichtlich nur noch von Touristen gegessen, dennoch eine Institution in Wien
 

Die Innovativen und Newcomer

  • Veganista
    DER Eislieferant für unsere veganen Läufer. Schmeckt aber auch, wenn man kein Veganer ist!
  • Eisgreissler
    Vielleicht ein Grund, beim Zanoni doch kein Eis zu kaufen – gleich nebenan ist eine der vielen Filialen mit sehr originellen Bio-Eiskreationen.
  • La Romana
    So stellt man sich einen Eissalon mit italienischem Flair vor – und das direkt im Bobo-Viertel
  • Mauß
    Eigentlich ist Mauß der 4. Eisheilige! Ein Muss nach einem Lauf am Wilhelminenberg 


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